Braunschweiger Tie-Break-Trauma

Samstag, den 07. April 2018 um 23:15 Uhr

Volleyball-Bundesliga: USC verliert zum dritten Mal in Serie im fünften Satz


Großer Kampf und knappe Niederlage: Der USC Braunschweig verliert in der Volleyball-Bundesliga gegen Moers mit 2:3 – und damit zum dritten Mal in Folge in fünf Sätzen. Diagonalspieler Stefan Spieweg dominierte die Partie über zwei Sätze.

Viel schlimmer hätte es vor dem Match für den USC nicht kommen können: Angreifer Marvin Koch beim Abschlusstraining verletzt. Sein Kollege, Bastian Ebeling, musste nach dem Aufwärmen passen. Und, als wenn das nicht schon Strafe genug gewesen wäre, zog sich Libero Simon Kraftschick bei einem Ausfallschritt dann auch noch eine Verletzung am Oberschenkel zu. Trainer Webers Planung – kurzerhand über den Haufen geworfen.

Die Mannschaft ließ sich von dem Dilemma jedoch kaum beeindrucken, im Gegenteil: Stefan Spieweg auf der Diagonalposition machte in Satz eins und zwei keine Fehler, beeindruckte durch harte Angriffe und Aufschläge, die das Publikum zum Raunen brachten. Sein Team tat es ihm gleich und ließ dem Moerser SC beim 25:22 und 25:18 keine Chance.

Gästetrainer Schattenberg bewies anschließend ein glückliches Händchen, wechselte Zuspieler und Libero aus. Die Maßnahmen führten dazu, dass die Braunschweiger ihre Aufschläge kaum noch ins Ziel bekamen. Gäste-Libero Moritz Müller deckte große Teile des Feldes ab und stabilisierte die Moerser Annahme beträchtlich. Die Folge: Braunschweig brach in Satz drei regelrecht ein, fing sich in Satz vier aber wieder – bis bei 18:14 eine der berüchtigten Schwächephasen der Hausherren eintrat. Moers holte Punkt um Punkt, die Fehler auf Seiten des USC häuften sich, das Spiel bekam eine nach den ersten beiden Sätzen nicht mehr für möglich gehaltene Wendung. 25:23 in Satz vier, Braunschweig auf der Verliererstraße, weil Moers nun nicht mehr locker ließ.

Die Braunschweiger Angriffe landeten viel zu oft im Block der Gäste. Die wiederum blieben in Annahme und Aufschlag den Gastgebern überlegen. Letztlich landeten sie mit 15:9 einen verdienten Erfolg.

Trainer Weber zeigte sich wenig glücklich über die Niederlage, konnte der Partie aber dennoch einiges abgewinnen: „Wir haben zwei Sätze trotz der Ausfälle überlegen gestaltet. Das Publikum ist sehr gut auf seine Kosten gekommen.“ Er wünsche sich nun, dass sein Team im letzten Saisonspiel gegen Aufstiegskandidat Giesen an die Leistung aus der Anfangsphase der Partie gegen Moers anknüpfe.

 

USC kann in Delbrück befreit aufspielen

Montag, den 19. März 2018 um 05:56 Uhr

Nach vorzeitig sicher gestelltem Klassenverbleib als Favorit nach Westfalen


So gelassen konnte der USC selten in eine Partie gehen. Mit 24 Punkten auf dem Konto haben die Braunschweiger die Liga vorzeitig gesichert. Für den kommenden Kontrahenten sieht das ganz anders aus.

In der letzten Saison lange in der Spitzengruppe, gehört die DJK Delbrück jetzt zu den Kellerkindern der Liga. Allerdings wartete das Team von Trainer Ulrich Kussin zuletzt mit respektablen Leistungen auf und wies etwa den hoch gehandelten VC Bitterfeld-Wolfen klar in die Schranken.

Braunschweigs Trainer Weber ficht das nicht an. „Wir haben nach der Niederlage gegen Warnemünde etwas gut zu machen“, gab der 52-jährige die Devise aus. In der Tat: Die Löwenstädter ernteten beim 2:3 wenig Ruhm. „Es hat nahezu in allen Spielelementen gehapert“, kritisierte Weber. Insbesondere Block und Feldverteidigung bereiteten dem Coach Kopfzerbrechen.

Dennoch ist sein Team gegen den Tabellenvorletzten favorisiert. Dazu mahnte Team-Manager Volker Ernst eine Antwort auf die klare Niederlage in der letzten Saison an, wo die Braunschweiger in Westfalen nichts zu bestellen hatten. Auch im Hinspiel stand die Begegnung lange auf Messers Schneide, bis Braunschweig denkbar knapp mit 15:13 in Satz fünf siegte. Delbrück legte dabei die Tugenden an den Tag, die das Team schon in der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet hatten: ein starker Angriff über die Position vier sowie unbändiger Kampfgeist, vor allem vor heimischen Publikum.

Die Löwenstädter sind am Samstag in Delbrück komplett. Lediglich hinter dem Einsatz von Kapitän Johannes Gottschall steht aus beruflichen Gründen noch ein Fragezeichen.

 

USC Volleyballer feiern Liga-Verbleib

Montag, den 19. März 2018 um 05:49 Uhr

2:3 Niederlage gegen Warnemünde beschert den einen noch notwendigen Punkt


Ein Punkt sollte reichen: Trotz einer 2:3 Niederlage gegen den SV Warnemünde sicherte sich der USC Braunschweig vorzeitig den Klassenerhalt in der Volleyball Bundesliga. Die Konkurrenz aus Hürth und Delbrück patzte, so dass die Löwenstädter nun mit den Planungen für die nächste Spielzeit beginnen können.

Um halb neun waren die Gäste von der Ostsee nach Ost-Niedersachsen gestartet. Und das Team von Trainer Christian Hinze begann die Partie mehr als ausgeschlafen. Die Gastgeber dagegen fanden nach dem 17:25 erst in Satz zwei ins Spiel. Der Block, im ersten Spielabschnitt ein einziges Torso, arbeitete jetzt besser, die Aufschläge hatten deutlich mehr Präzision. Dennoch gaben sich die Gäste beim 24:26 nie geschlagen. Erst Satz drei gestalteten die Gastgeber standesgemäß. Warnemünde hatte in der Abwehr kaum noch etwas entgegen zu setzen, produzierte zahlreiche leichte Fehler. Braunschweig behielt beim 25:18 folglich klar die Oberhand.

Ihrem Ruf als eine eher launische Mannschaft, die auch einen klaren Vorsprung nicht immer sicher ins Ziel bekommt, blieben die Löwenstädter im Anschluss allerdings mehr als treu. Die eigene Annahme ließ jegliche Stabilität vermissen. Trainer Weber konnte zudem bringen, wen er wollte, es fehlte die Initialzündung, um die Aufholjagd gegen die bravourös kämpfenden Warnemünder zu beginnen. 18:25 – ein fünfter Satz musste die Entscheidung bringen. Dort sahen die Mecklenburger bis zum 12:7 wie die sicheren Sieger aus. Erst eine famose Aufschlagserie von Hendrik Ahlborn brachte Braunschweig wieder ins Spiel. Und nach dem Ausgleich hielt es die Zuschauer nicht mehr auf den Plätzen. Ein Satzball nach dem anderen wurde abgewehrt, mal auf der einen, mal auf der anderen Seite. Annahmeschwächen auf Seiten der Gastgeber brachten Warnemünde mit 21:19 schließlich den Satzgewinn, den diese ausgelassen feierten. Schließlich hätte eine Niederlage den Aufsteiger im Kampf um den Klassenerhalt weit zurück geworfen.

USC-Team-Manager Volker Ernst beschönigte die Leistung seines Teams nicht, zeigte sich aber erleichtert über den gewonnenen Punkt. „Die Jungs wissen selbst, dass sie heute nicht ihre beste Leistung abgeliefert haben. Wir können uns aber dennoch über den vorzeitigen Klassenerhalt freuen – gerade nach den Erlebnissen aus der letzten Saison.“

 

Delbrück dreht Hinspielergebnis

Samstag, den 24. März 2018 um 22:40 Uhr

Braunschweig verliert nach bravouröser Leistung in Ostwestfalen mit 2:3


Hinspielergebnis gedreht: 3:2 hatte der USC daheim gegen Delbrück gewonnen. Das Rückspiel ging mit dem gleichen Ergebnis an die Gastgeber aus Ostwestfalen.

Die DJK Delbrück brauchte die Punkte deutlich dringender als der USC. Schließlich lieferte sich das Team von Trainer Kussin seit den letzten Spieltagen ein Fernduell mit den Kontrahenten aus Hürth und Warnemünde, die sich allesamt in höchster Abstiegsgefahr befinden. Und die akute Not schien in Westfalen ungeahnte Kräfte freizusetzen.

Delbrück sicherte sich Satz eins mit 27:25, Braunschweig konterte 25:17. „Unsere Aufschlagtaktik ist im zweiten Durchgang aufgegangen“, freute sich Trainer Weber. Doch das klare Resultat schien die Gastgeber nur noch mehr zu beflügeln. Immer wieder punktete Delbrück über die Außenpositionen, forderte Braunschweigs Block und Feldabwehr auf einem Niveau, das diese bei deutlich höher platzierten Gegnern in dieser Saison schon deutlich schlechter erlebt hatten. Lohn der Delbrücker Mühen: 25:15. Braunschweig „berappelte“ sich erneut und behielt mit 25:20 die Oberhand – 2:2 nach Sätzen, Tie Break.

Markus Webers wechselte häufig, doch konnte das die Niederlage nicht verhindern. Dafür hielten die Gäste im fünften Durchgang wacker mit, bis sich in der Endphase einmal mehr kleine Fehler einschlichen. Diese hinterließen große Wirkung und bescherten Delbrück mit 15:12 den viel umjubelten doppelten Punktgewinn – und das umso mehr, nachdem die Ergebnisse aus den anderen Arenen bekannt wurden und klar war, dass alle Kellerkinder gepunktet hatten.

„Meine Mannschaft hat sich sehr gut verkauft“, lobte Weber sein Team. Dabei gab er auch seinen jungen Spielern Nils Schnalke und Benedikt Vogt eine Chance. Einstand feierte Nachwuchszuspieler Finn Karstens, der Stamm-Regisseur Hendrik Ahlborn ein paar Punkte ersetzen durfte.

Für den USC stehen nun nur noch zwei Partien auf dem Programm. Am 7.4. bestreiten die Braunschweiger das letzte Heimspiel, bevor es Ende April noch zum Nachbarschaftsderby nach Giesen geht.

Aktualisiert ( Samstag, den 24. März 2018 um 22:46 Uhr )
 

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